Als Eltern frägt man sich ja doch manchmal, was der liebe Nachwuchs so den ganzen Morgen in der Schule macht, was er lernt und ob er etwas behalten hat von dem, was der Lehrer ein Jahr über versucht hat, ihm nahe zu bringen. In dem Fach Medienpädagogik hatten die Eltern nun tatsächlich einmal die Möglichkeit einen Einblick darüber zu erhalten, was die Kinder dort so gelernt haben. Wurde das ganze Jahr über den Tablets der Akku leergezogen oder die Escape Taste auf den Computertastaturen gnadenlos überstrapaziert? Wissen sie jetzt endlich, was Bildschirmzeit ist und dass die Eltern bei den Medien zwar nicht unbedingt mehr wissen, aber immer noch das letzte Wort haben? Wer das erwartet hat zu erfahren, wurde an diesem Nachmittag überrascht, denn hier an der Löwenherzschule wurde das Thema Medien von der Pike auf ausführlich studiert und sich nicht ahnungslos hineingestürzt. Ganz nach dem Motto „Niemand gibt seinem Kind eine Motorsäge in die Hand und lässt es damit mal alleine arbeiten“, wurden im vergangenen Schuljahr zuerst die Grundlagen gelegt. Und die ausführlich! Voller Erstaunen durften die Eltern sehen, dass die Kids sich intensiv damit beschäftigt haben, woher unsere Medien überhaupt kommen. Wie entstand der Buchdruck, wo erschien die erste Zeitung, warum gab es Radio und wodurch wurde die Fotografie weiterentwickelt? Wie kam es zu Film und Fernsehen und was ist eigentlich ein Daumenkino? Liebevoll dekorierte Stationen, manche ausgestattet mit beinahe historischen Details, brachten die Eltern zum Staunen und Schmunzeln und bei manchen Quizfragen mussten sie sich eingestehen, dass dies selbst das Elternwissen überstieg. Fazit: der Nachwuchs ist in der Schule gut aufgehoben und er lernt durchaus etwas! Ob er es auch im Langzeitgedächtnis abgespeichert hat, müsste man allerdings zu einem späteren Zeitpunkt überprüfen!