Schulprogramm

Der Tagesrhythmus

Die Wochentage beginnen mit dem flexiblen Ankommen. Es ist uns wichtig, dass die Kinder nicht im Stress ankommen, um dann nahtlos starten zu müssen. Es soll Zeit geben, sich zu akklimatisieren, um sich dann gänzlich auf das Schulgeschehen einzulassen.

Der Morgenkreis findet täglich statt. Die Gruppe startet gemeinsam in die neue Schulwoche. Wir wollen diese Zeit nutzen, um gemeinsam zu Gott zu singen, zur Ruhe zu kommen, Stille zu üben, biblische Geschichten zu erzählen, ethischen Fragen Raum zu geben, gemeinsam zu beten (freiwillig), Kindern Raum zur Selbstdarstellung und Reflexion zu geben. Der Morgenkreis findet auch an Exkursionen statt, um den Kindern zu vermitteln, dass man durch eine Gemeinschaft an jedem Ort einen sicheren Raum schaffen kann. Routine und Kontinuität geben den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Vor jeder freien Stillarbeit findet eine Präsentation der Lehrkraft statt. Dieser Input bezieht sich inhaltlich immer auf ein Thema aus einem unserer Kernbereiche Lesen, Schreiben und Rechnen. Dieses Thema wird zirca zwei Wochen lang bearbeitet. Die Lehrkraft wird die Schüler beobachten und entsprechend führen, sodass sie einen möglichst effektiven Lernprozess erleben. In der Fokusarbeit arbeitet jedes Kind für sich alleine – entweder an selbst ausgewählten Aufgaben mit Zielvereinbarungen oder nach Wochenplänen

Nach der Vesperpause folgen Lernangebote, bei denen die Schüler wählen dürfen, ob sie alleine oder in Paaren bzw. Gruppen arbeiten möchten. Wenn sie gerade in einem konkreten Lernprozess sind, den sie fortführen sollten, können sie das tun. Zudem bietet eine Lehrkraft jeden Tag ein strukturiertes Angebot an. Bei diesen Angeboten handelt es sich vorwiegend um grundlegende Basis-Techniken oder fortgeschrittene Techniken eines Faches.

Diese Angebote werden überwiegend von der Lehrperson gestaltet. Es können zudem Spezialisten (Aktive oder Rentner) und Personen vom Fach eingeladen werden, die über ein bestimmtes Thema berichten und die Schüler selbst aktiv werden lassen (z.B.: Künstler, Handwerker, Musiker, Mediziner etc.). Folgende Bereiche werden von den Lehrpersonen angeboten:

A:  Geschichten hören, erzählen, schreiben, gestalten

B:  Lieder singen (Bilingual), musizieren, tanzen

C:  Kinderliteratur lesen, Lustiges

D: Handwerkliche Angebote

E: Projekte

D: Kochen/Backen

E: Fremdsprachenangebot

Der Inhalt des Klassenlehrerunterrichts wird ebenfalls durch die Lehrkraft festgelegt und diese kann je nach Schülergruppe unterschiedliche Impulse setzen. Hier wird, je nach Lernsequenz, auch der Sportunterricht stattfinden.

Im Anschluss soll der Schlusskreis stattfinden. Dieser dient vor allem der Reflexion des Tages. Kinder dürfen ihr Gelerntes teilen, was Mitschüler motivieren und anregen kann.

Mindestens einmal wöchentlich wird während einer Freiarbeitsphase gemeinsam gekocht und anschließend gemeinsam  Mittag gegessen.

Die Woche beginnt mit einem Gottesdienst, der zum Monatsthema bzw. zum christlichen Jahreskreis passt. Dieser Gottesdienst stimmt die Schulfamilie auf die vorliegende Woche ein. Zum Gottesdienst gehören christliche Kinderlieder, eine Bibelgeschichte, ein Impuls für die Woche sowie der Segen Gottes. Die Familien der Schüler sind herzlich eingeladen, daran teilzuhaben. Alle Schulkinder haben die Möglichkeit, sich am Gottesdienst zu beteiligen.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet eine Versammlung der gesamten Schule statt. Hier wird der Schulgemeinschaft einen Überblick über die Vorhaben der Woche gegeben sowie Informationen zu Entwicklungen in der Schule und anstehenden Projekten. Zudem werden aktuelle Themen und Herausforderungen angesprochen und gemeinsam Lösungswege erörtert. Die Schulversammlung liegt in der Führung der Lehrpersonen. Die Schüler haben jedoch die Möglichkeit, sich einzubringen und sollen lernen, wie man als Gemeinschaft leben und gemeinsam vorangehen kann.

Der Donnerstagmorgen beginnt mit „Gott im Spiel“ (Godly Play). Mit diesem Ansatz sollen zentrale Elemente des Christseins und Geschichten der Bibel mit den Kindern erarbeitet werden. Dieser Ansatz soll zum Theologisieren mit Kindern einladen. Durch „Gott im Spiel“ können die Schüler „Gott spielend und hörend, feiernd und gestaltend, staunend und redend“ begegnen.[1]

[1] (Godly Play – Gott im Spiel, 2020)