Shalom

SHALOM

Gottes Geschichte mit den Menschen

Aus unserem Bekenntnis heraus, sehen wir unsere eigene Geschichte in einen noch größeren Gesamtzusammenhang eingebettet – in Gottes Geschichte mit den Menschen. Diese besondere Geschichte beginnt in einem wunderbaren Garten mit einer vertrauten Liebesbeziehung zwischen Gott als Schöpfer und den Menschen als seine Geschöpfe. Sie erreicht ihren Tiefpunkt im Abbruch der Beziehung zwischen den Menschen und Gott und folglich allen anderen Beziehungen (Mensch zu sich selbst, anderen Menschen und der Welt). In einer dramatischen Handlung Gottes durch seinen Sohn stellt er selbst die Möglichkeit für eine Versöhnung wieder her. Die Geschichte endet mit der vollkommenen Versöhnung Gottes und den Menschen in einer florierenden Stadt. 

Shalom - Heile Beziehungen

Durch die jüdische und christliche Tradition hindurch scheint der Begriff des Shalom als allumfassendes Lebenskonzept und Ziel hindurch. Das hebräische Wort Shalom hat eine sehr komplexe Bedeutung, die man nicht in einem deutschen oder englischen Begriff wiedergeben kann. Es bedeutet so viel wie florierende/s, aufblühende/s, vollkommen Ganze/s, heile/s Beziehungen/Leben. Shalom zeigt uns das große Gesamtbild von Gottes Intention. Es ist alles miteinander verbunden. Gott versöhnt alle Dinge zu ihm selbst durch Jesus Christus (Vgl. Kolosser 1,20) und schafft somit die Möglichkeit für alle Menschen, Shalom zu erfahren und weiterzugeben. Dies ist nicht von den äußeren Umständen abhängig, sondern tief im Herzen eines Menschen als maßgebliche Resilienz verwurzelt (Historisches Beispiel: Dietrich Bonhoeffer). Alles was einem tragfähigen Leben in allen Aspekten dient und es fördert, ist in diesem Sinne Shalom. 

Shalom kann konkret in vier Beziehungen erfahren werden:

  1. Die Beziehung zu Gott dem Schöpfer
  2. Die Beziehung zu sich selbst als seinem Geschöpf
  3. Die Beziehung zu anderen Menschen
  4. Die Beziehungen zur Welt, Natur, gesellschaftlichen Systemen etc.

Shalom an der Löwenherzschule

Geschichte Gottes mit den Menschen als zugrundeliegende Narrative

Jede Kultur (Schule inbegriffen) hat ihre eigene, oft unausgesprochene Narrative (Weltanschauung), in welche Menschen ihr Leben einordnen. Die dramatische und hoffnungsvolle Geschichte Gottes mit den Menschen ist die zugrundeliegende Narrative unserer Schule. Jedes Kind hat an unserer Schule die Möglichkeit, diese Narrative an den unterschiedlichsten Stellen, auf die unterschiedlichsten Arten kennen und schätzen zu lernen. Dies geschieht immer im Sinne eines Angebots.

Shalom als unser Indikator für exzellente Bildung

Um jedes Kind zu seiner vollen Entfaltung zu bringen, werden wir die vier Beziehungen des Shalom-Konzepts als Indikator für eine erfolgreiche Bildung in Anspruch nehmen. Wir möchten jedes Kind zu seiner persönlichen Exzellenz führen und begleiten. Diese kann sehr unterschiedlich aussehen. Psychologisch betrachtet, trägt Shalom zur Entwicklung einer resilienten Identität bei.

Gott als Vorbild für Lehrende 

Die Erwachsenen – Kind – Beziehung kann Kindern durchaus Aspekte der Beziehung von Gott zum Menschen widerspiegeln. Deshalb halten wir es für unerlässlich, Gott als unser Vorbild in der Beziehung von Lehrenden und Schülern zu sehen. Praktisch bedeutet das, so wie Gott mit uns, seinen Kindern, umgeht, so wollen wir mit unseren Schülern umgehen. Der liebevolle Schöpfer, der seinen Kindern eine Umgebung schafft, in der sie Gott, sich, andere und die Welt entdecken, erforschen und gestalten können (Vgl. Gen 1-3). Der gute Hirte, der seine Schafe kennt, sie auf grüne Wiesen führt, selbst weiden lässt und sie beschützt (Vgl. Ps 23). Der dienende König, der seine Position der Herrlichkeit und Macht aufgibt, um die zu retten, die er liebt (Vgl. Phil 2).

Weisheit als Dinge in Beziehung zu Jesus setzen

Shalom und christliche Weisheit bedeuten für uns, die noch so profanen Dinge zu Jesus und Gottes Schöpfung in Beziehung zu setzen. Alles ergibt einen Sinn. Alles ist miteinander verbunden. An unserer Schule lehren wir kein fragmentiertes Wissen. Alle Dinge sollen in Gottes Schöpfungsordnung eingeordnet werden. Dies ist ein Teil christlicher Anbetung, da wir hier Gott durch seine Schöpfung kennen und lieben lernen können.

Gemeinsames Bekenntnis

Unser Schulprofil ergibt sich aus dem christlichen Bekenntnis, das unserer Schule zu Grunde liegt. Es ist das Glaubensbekenntnis der westlichen Christenheit.[1]

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

[1] (Evangelische Kirche Deutschland, 2020)

 

Die Deutsche Evangelische Allianz, als ein Netzwerk von Christen, bekennt sich zu folgenden Überzeugungen:

 

  • Wir glauben an den dreieinen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er hat die Welt erschaffen, er liebt sie und erhält sie. Darin zeigt er seine Souveränität und Gnade.
  • Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen. Er ist durch Sünde und Schuld von Gott getrennt.
  • Jesus Christus, der Mensch gewordene Sohn Gottes, ist stellvertretend für alle Menschen gestorben. Sein Opfertod allein ist die Grundlage für die Vergebung von Schuld, für die Befreiung von der Macht der Sünde und für den Freispruch in Gottes Gericht.
    Jesus Christus, durch Gott von den Toten auferweckt, ist der einzige Weg zu Gott. Der Mensch wird allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen.
  • Durch den Heiligen Geist erkennen Menschen Gott. Der Heilige Geist schafft durch die Wiedergeburt neues Leben und befähigt die Gläubigen, nach Gottes Willen zu leben. Er schenkt ihnen Gaben zum Dienen.
  • Jesus Christus baut seine weltweite Gemeinde. Er beruft und befähigt die Gläubigen, das Evangelium zu verkündigen und liebevoll und gerecht zu handeln.
  • Jesus Christus wird für alle sichtbar in Macht und Herrlichkeit wiederkommen, die Lebenden und die Toten richten und das Reich Gottes vollenden. Er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.
  • Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments, ist Offenbarung des dreieinen Gottes. Sie ist von Gottes Geist eingegeben, zuverlässig und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.

Glaubensbasis der Evangelischen Allianz vom 2. September 1846, überarbeitet 2018